August 2017, Larache, Marokko

 

Bereits während meiner Kindheit und Jugend fühlte ich mich draußen in der Natur sehr wohl. Es wurden Waldhütten, in denen wir auch übernachteten, und kleine Flöße gebaut sowie allerlei Unfug angestellt.

 

Ja, ich war ein richtiger Lausbub, bis mich im Alter von 14 Jahren die Ausbildung und das Arbeitsleben einholte.

 

Zuerst wurde eine Kreidler Florett angeschafft und damit gleich die ersten größeren Runden um den Wohnort gedreht.

 

Das Auto war ein muss, doch das Motorradfieber und die Neugierde packten mich. Viele europäische Länder waren meine Ziele.

 

Der längste Trip war 10 Wochen durch die Türkei.

 

Nach der Ausbildung, arbeitete ich noch 6 Jahre als Offsetdrucker. Anschließend wurde 2 Jahre lang wieder die Schulbank gedrückt.

 

Nun hatte ich die Möglichkeit ein Studium zu beginnen, was ich nach einem Jahr weiterer Facharbeitertätigkeit auch in Stuttgart an der Hochschule für Medien begann und nach 3,5 Jahren erfolgreich beendete. 

 

Nach über 200.000 Motorradkilometern musste ich mich aus Zeitgründen von diesem schönen und erlebnisreichen Hobby verabschieden. Runtergefallen bin ich nur 3 mal. Immer wegen eines Ölfilms auf dem Asphalt. Ging jedoch immer gut aus.

 

Die  Familienurlaube wurden nun in gemieteten Ferienhäusern, Ferienwohungen oder mit dem Wohnmobil verbracht.

 

Nach der Trennung  wollte ich wieder in Länder Reisen, die noch nicht vom Massentourismus überrannt wurden und ihre kulturelle Indendität teilweise verloren haben.

 

Während eines kurzen Stopps an einer Autobahnraststätte am frühen Morgen, beobachtete ich, wie  ein Pärchen aus ihrem Geländewagens stieg und ihre Schlafdecken lüfteten. Da kribbelte etwas in mir.

 

Nun war ich nicht mehr zu halten. Ein besserer Komfort gegenüber dem Motorrad, alltagstauglich, ein Dach über dem Kopf und geländegängig um auch in Ecken vorzudringen, die mit einem PKW nicht so einfach möglich oder gänzlich unmöglich sind.

 

Ich begann verschiedene Geländewagenmarken und Typen zu vergleichen.

 

Es wurde ein Toyota Landcruiser PZJ 75, Bj 1992, den ich mir 2002 mit 210.000 km auf der Uhr gekauft hatte. Der Motor ist hier gerade eingefahren.

 

Vorteil dieses robusten Buschtaxis ist, dass dieses weitgehend elektronikfrei, einfach zu warten und fast überall zu reparieren ist.

 

Auch bietet die Taxe einen gewissen Raum zum individuellen Ausbau und Wohlbefinden bei schlechtem Wetter.

  • Motor 5 Zylinder, 3,5 l, Diesel, 115 PS
  • Untersetzung,
  • Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse
  • Mechanische Seilwinde.

Mitte 2015 wurden die 450.000 km überschritten.

 

Die Taxe wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut. Die ersten Jahre schlief ich im Dachzelt, was auch seinen Reiz hatte.

 

2007 wurde dann ein Hubdach integriert. Ein Vorteil inbesondere bei schlechtem Wetter und niedrigen Temperaturen, da man sich immer im Fahrzeug aufhalten kann.

 

Ja im Alter wird man(n) doch etwas zum Weichei. Ok., eine Standheizung wurde auch eingebaut.

 

Was noch geändert und ergänzt wurde:

  • Innenausbau aus 12 mm Multiplex Birke. Schlafgelegenheiten im Erdgeschoß und im Obergeschoß. Je nach Umgebung, Wetter und Laune.
  • Genug Stauraum für alles was so auf Reisen benötigt wird. Eigentlich nicht viel.
  • Zusatztank mit 125 Liter. Gesamt 215 Liter Diesel.
  • OME Fahrwerk schwer
  • Erhöhte Luftansaugung (Schnorchel)
  • CB Funk
  • Gelbatterie im Innenraum zur autarken Stromversorgung
  • Kanister- und Sandblechhalterungen

Und viele weitere kleine nützliche und unnütze Extras.

   Marokko  2014                              Am Atlanik in Marokko 2013

   In Spanien   2013                         In Tunesien 2012

 

Ich nutze das "Zebra" jedoch nur als Reisefahrzeug und Zweitwohnsitz. J

 

Sofern es meine freie Zeit zulässt und mich der Steppenwolf ruft, unternehme ich kürzere Touren, vorwiegend in das nahe gelegene Frankreich oder auch längere Urlaubsreisen.

 

Teilweise alleine oder mit Freunden und Bekannten. Oder wir treffen uns auch oft unterwegs.

 

Mit dem Zebra habe ich, teilweise auch mehrmals, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Portugal, Tschechien, die Slowakei, Rumänien, Polen, Litauen, Lettland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Tunesien und Marokko bereist.

 

Über die Jahreswechsel zieht es mich in das wärmere und mir sehr lieb gewordene Nordafrika.

 

Mit Rachida, einer stolzen Berberfrau auf dem täglichen Weg zum Brunnen.

 

Mein Bussle:

 

2016 habe ich von Freunden einen Mercedes T1, 209D erworben. Auf das Bussle hatte ich schon sehr lange ein Auge geworfen.

Wie das Zebra auch, ist das Bussle weitgehend elektronikfrei und sehr robust. Es ist seit seiner Geburt in 1988 als Wohnmobil zugelassen und bietet einen guten Komfort auf meinen Reisen.

 

Südfrankreich August 2016

 

Marokko, August 2016

 

Mein Bussle habe ich im März 2017 verkauft. Dieses offroadtauglich zu machen, hätte einen hohen Aufwand erfordert.

 

Am 25. Februar 2017 habe ich mein Sahnestückle abgeholt. Dies soll ein Kompromiss zwischen meinem Bussle und meinem geliebten Zebra sein.  Das Zebra werde ich stillegen und noch behalten.

 

Diesen Land Rover Defender 130, TD 5, Bj. 2004 mit 155.000 km auf der Uhr, hatte ich mir schon vor 2 Jahren angeschaut. Die Verkäuferin kenne ich schon seit vielen Jahren. Der Landy wurde 5 Jahre nicht mehr bewegt.

 

Motor: 5 Zylinder, Pumpe-Düse System, Hubraum 2.498 ccm, Leistung 122 PS.

Permanentallrad, 5 Gang Schaltgetriebe, 2 Gang Verteilergetriebe. Insgesamt 10 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge. Zuschaltbares Sperrdifferenzial

 

Gesehen hatte der Landy bereits Libyen, Algerien, Marokko, Mauretanien, die Türkei und viele europäische Länder.

 

Ausgestattet ist dieser zusätzlich mit einer erhöhten Luftansaugung, 80 Liter Druchlauftank, 75 Liter Umpumptank, IBS Doppelbatteriesystem, 2 vollwerigen Ersatzräder, fixiert auf der Motorhaube und am Heck.

 

Nun hatte es mit dem Kauf geklappt.  Abholung am 28.02.2017.

Ende März 2017 konnte ich meinen Reisebegleiter, nach einigen Reparaturen, auch bedingt durch den 5 jährigen Stillstand, frisch und ohne Mängel getüvt, zulassen.  Vielen Dank an das Team von extrem Fahrzeuge GmbH in Schwenningen.

 

Erste Bewegungsfahrt auf der Schwäbischen Alb.

 

Die Kabine wurde zwischen 2006 und 2009 zwei mal erweitert. Das Grundgerüst ist ein Stahlrohrrahmen. Die Außenhaut Aluminium. Gewicht der Kabine ca. 350 kg. Ca. Maße des LR: L: 585 cm, B: 185 cm, H: 285 cm. Gesamtgewicht mit Kabine ca. 2.680 kg. Maximal zulässiges Gesamtgewicht 3,5 t.

 

Beheizt wird die Kabine mit einer Truma Gas Standheizung. Innenliegender 30 Liter Wassertank, Toilette, Bett 160 x 200 cm. Stromversorung in der Kabine durch ein Solarmodul, das eine Gelbatterie speist.  Diese wird auch während der Fahrt über die Starterbatterie geladen. 230 V Außensteckdose, Airlineschienen zur Befestigung von Sandblechen u.a. 

 

Vieles muss in den nächsten Wochen und Monaten noch ergänzt, ausgebessert und verbessert werden.

Unterwegs in  den Wäldern Lothringens, Juni 2017

 

Unterwegs in Marokko. August 2017

 

Ich hoffe, ich habe eure Reiselust und euer Interesse geweckt.

Falls euch meine Homepage gefällt würde ich mich über einen Gästebucheintrag sehr freuen. 

 

Fragen beantworte ich gerne.

 

 

Liebe Grüße

Martin, Der Steppenwolf

  Im Süden Marokkos  2013                       In den Südvogesen 2015

 

Asilah, Marokko, Jan. 2017

 


Im Dorf Tassa, Marokko, Juni 2017